Kosten sind in Strafsachen oft ein zusätzlicher Stressfaktor. Gerade deshalb sollte früh besprochen werden, welche Abrechnungsform in Betracht kommt, welcher Aufwand realistisch ist und an welchen Stellen sich Kosten verändern können.
#Was vorab geklärt werden sollte
- Abrechnung nach RVG oder auf Basis einer Honorarvereinbarung
- Besonderheiten durch Eiltermine, Haft, Aktenumfang oder mehrere Verhandlungstage
- mögliche Deckung durch Rechtsschutz, soweit einschlägig
- Frage einer Pflichtverteidigung, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen
#Was Transparenz praktisch bedeutet
- keine verkürzten Pauschalversprechen ohne Blick auf den Fall
- klare Hinweise auf typischen und atypischen Aufwand
- Rückmeldung, wenn sich der Umfang deutlich verändert
- verständliche Erläuterung statt bloßer Gebührenbegriffe
#Warum das wichtig ist
Wer die wirtschaftliche Seite versteht, kann Entscheidungen ruhiger treffen. Das betrifft nicht nur die Mandatserteilung, sondern auch spätere Schritte wie Stellungnahmen, Gutachten oder Rechtsmittel.
Seriöse Kostentransparenz heißt nicht, jede Entwicklung exakt vorhersagen zu können. Sie heißt, Unsicherheiten offen zu benennen und nicht erst am Ende zu erklären.