Wenn ein Strafverfahren plötzlich in Ihr Leben tritt, hilft kein Aktionismus. Hilfreich sind wenige klare Sofortschritte, die typische Fehler vermeiden.
#Das sollten Sie als Erstes tun
- Keine Angaben zur Sache machen.
- Schreiben, Beschlüsse und Protokolle sichern.
- Namen, Zeiten und Abläufe kurz notieren.
- In dringenden Fällen sofort anrufen.
#Typische Situationen
- polizeiliche Vorladung
- Hausdurchsuchung oder Beschlagnahme
- Festnahme oder Vorführung
- überraschende Kontaktaufnahme durch Polizei oder Staatsanwaltschaft
#Was jetzt nicht hilft
- lange Rechtfertigungen am Telefon
- spontane E-Mails an Behörden
- Diskussionen mit Einsatzkräften über Schuld oder Unschuld
- panisches Löschen, Sortieren oder Weiterleiten von Daten
#Der nächste sinnvolle Schritt
Zuerst klären, was passiert ist, in welcher Rolle Sie betroffen sind und ob Fristen oder Zwangsmaßnahmen laufen. Danach lässt sich geordnet entscheiden, ob Schweigen, Akteneinsicht, Terminbegleitung oder sofortige Intervention nötig sind.
Soforthilfe bedeutet vor allem: Tempo dort, wo es nötig ist, und Zurückhaltung dort, wo vorschnelle Reaktionen schaden würden.